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Presse

RETTmobil: Hilfsorganisationen stellen gemeinsame Forderungen zum Bevölkerungsschutz

Veröffentlicht: 08.05.2026
Autor: Asli-Dudu Yörükoglu
Foto: ASB-Bundesverband

Bad Nenndorf. Das Spitzentreffen der Hilfsorganisationen auf der RETTmobil 2026 hat die Bedeutung eines starken Bevölkerungsschutzes in den Mittelpunkt gerückt. Vertreter von Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), Deutschem Roten Kreuz (DRK), Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH), Malteser Hilfsdienst (MHD) und der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) forderten eine verlässliche Finanzierung sowie eine langfristige strukturelle Stärkung des Zivil- und Katastrophenschutzes. Gemeinsam betonten sie, dass die Gefahrenabwehr Planungssicherheit braucht und nicht von zeitlich begrenzten Projekten abhängen darf. "Als Teil der Gefahrenabwehr benötigen wir Planungssicherheit", sagte ASB-Bundesarzt Matthias Vonnemann, der den Verband in medizinischen und notfallmedizinischen Fragen auf Bundesebene vertritt. "Nicht als Sonderprogramm, sondern als verlässlicher Bestandteil staatlicher Verantwortung."

Ehrenamt braucht verlässliche Rahmenbedingungen

Darüber hinaus thematisierten die Hilfsorganisationen die Situation ehrenamtlich Engagierter. Viele Aufgaben im Bevölkerungsschutz werden von Freiwilligen übernommen, die sich neben Beruf und Alltag engagieren. Damit dieses Engagement langfristig erhalten bleibt, braucht es aus Sicht der Organisationen mehr Unterstützung und verlässliche Rahmenbedingungen. Dazu zählen unter anderem Lösungen für die Freistellung während Einsätzen und eine stärkere Absicherung der Helferinnen und Helfer. „Eine ungleiche Behandlung von staatlichen und privaten Helfern darf es nicht länger geben“, betonte die Präsidentin der DLRG Ute Vogt. Es dürfe nicht sein, dass im Einsatzfall Unsicherheiten darüber bestehen, ob Helfende unter bestimmte Regelungen fallen oder nicht.

Fachmesse für Rettungswesen und Bevölkerungsschutz

Die RETTmobil International zählt zu den wichtigsten Fachmessen für Rettungswesen und Bevölkerungsschutz in Europa. Rund 500 Aussteller aus 28 Ländern präsentieren in Fulda neue Entwicklungen aus den Bereichen Rettungsdienst, Feuerwehr und Katastrophenschutz. Zum Programm gehören neben Fachvorträgen und Workshops auch verschiedene Vorführungen und Möglichkeiten zum fachlichen Austausch zwischen Organisationen, Behörden und Einsatzkräften.

 

Über die DLRG

Die DLRG als private Wasserrettungsorganisation hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen vor dem Ertrinken zu bewahren. Hierfür klären ihre ehrenamtlich Aktiven über Wassergefahren auf, bringen Menschen das Schwimmen bei und bilden sie im Rettungsschwimmen aus. Zudem wachen über 50.000 Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer jährlich 2,6 Millionen Stunden über die Sicherheit von Badegästen und Wassersportlern. Sie engagieren sich darüber hinaus in der örtlichen Gefahrenabwehr und bilden Einheiten der rund 80 DLRG Wasserrettungszüge für den Bevölkerungs- und Katastrophenschutz. Die DLRG zählt derzeit über 640.000 Mitglieder. Mehr als 1,3 Millionen Förderinnen und Förderer unterstützen die lebensrettende Arbeit mit Spenden. Schirmherr ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

Pressekontakt: Martin Holzhause, Leiter DLRG Pressestelle, Telefon: 05723 955 – 442, Mobil: 0162 175 12 04, E-Mail: presse@dlrg.de

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